Das klassische Käse-Fondue hat seinen Ursprung in der Schweiz und ist inzwischen weit verbreitet, nicht nur in Deutschland und Österreich, sondern auch in Frankreich, Holland und Dänemark. Das Fondue-Essen hat in der Gastronomie und in den Familien schon so etwas wie einen Kultstatus erreicht; es ist schon fast ein Gesellschaftsspiel geworden, aber auch ein Essen für die Familie oder ein guter Grund sich mit Freunden zu treffen. Die klassischen Fondue-Rezepte kommen aus der Schweiz,wobei der Emmentaler Käse oft die Grundlage bildet und mit anderen Käsesorten ergänzt wird, wie z.B. Greyerzer, Sprinz, Appenzeller, Freiburger Vacherin oder Racclette-Käse. Bei einem Allgäuer Käsefondue ist natürlich Allgäuer Emmentaler und Allgäuer Bergkäse zu verwenden. Für ein Fondue benötigen Sie ein Caquelon (Spezialtopf aus Ton oder Kupfer). Ein passendes Rechaud zum Warmhalten des Fondues (die Flamme soll regulierbar sein). Fonduegabeln mit Widerhaken zum Eintauchen der Brotstücke.

Fondue – Grundrezept:

  • 1 Knoblauchzehe (halbiert)
  • 600g würziger, 6- 8 Monate alter Bergkäse (geraffelt)
  • 200g Emmentaler (geraffelt)
  • 4 gestrichene TL Speisestärke (Mondamin)
  • 0,35 l trockener Weißwein
  • 1TL Zitronensaft
  • 4cl (40ml) Kirschwasser
  • Pfeffer aus der Mühle
  • Muskat (frisch gerieben)
  • Stangenweißbrot (besonders geeignet wegen der Kruste) oder festeres Weißbrot vom Vortag

Zubereitung:
Das Caquelon mit der Knoblauchzehe ausreiben.Emmentaler mit Bergkäse und Speisestärke gut vermischen. Weißwein und Zitronensaft im Caquelon erwärmen, das Käsegemisch dazugeben und mit einem Holzlöffel ständig rühren, bis das Ganze leicht köchelt. Das Kirschwasser beigeben und mit Pfeffer und Muskat würzen. Das Fondue auf dem Rechaud bei mittlerer bis kleiner Flamme warm halten und immer wieder umrühren.

Noch ein paar Fondue-Tipps: Wird das Fondue zu dick, dann geben Sie etwas Weißwein dazu und rühren Sie wieder gut um. Ist das Fondue zu dünn, dann geben Sie löffelweise geriebenen käse dazu und lassen das ganze wieder unter ständigem Rühren aufkochen, bis die Masse wieder schön cremig ist. Gerinnt das Fondue, dann bringen Sie es wieder zum Kochen (mit einem passenden Schneebesen ständig rühren!) Falls dies nichts nützt, dann vermengen Sie 1TL Mondamin mit 1TL Weißwein und rühren Sie das unters Fondue. Das ganze dann wieder zum Kochen bringen. Statt Weißwein kann auch Apfelwein verwendet werden. Statt Kirschwasser können auch andere Spirituosen verwndet werden wie: Himbeergeist, Obstler, Pflaumenschnaps etc.. Dem Fondue kann auch etwas flüssige Sahne beigegeben werden, dann wird es sämiger, cremiger. Das Weißbrot für ein Fondue muss viel Kruste haben oder 1-2 Tage alt sein, da es sonst nicht auf der Gabel bleibt und somit in das Fondue fällt.

Welche Getränke zum Käsefondue?  Ürsprünglich wurden keine kalten Getränke zum Käsefondue eingenommen, da diese den Käse im Magen zu einem Klumpen werden lassen und so für ein Unwohlsein sorgen können. Man glaubt es kaum, aber es ist eigentlich logisch: Tee ist das ideale Getränk zum Fondue, da dieser den Käse im Magen geschmeidig hält. Diese Aussage gilt übrigens auch für die Kässpatzen. Wer einen robusten und gesunden Magen hat, wird darauf keine Rücksicht nehmen und einen herben Weißwein oder ein kühles Bier dazu trinken.

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